Amateur-Porno drehen

Ein Blick in Sexforen und Erotikportale verrät es: Viele Amateure interessieren sich dafür, mit selbst gedrehten Amateurpornos Geld zu verdienen. Und mindestens ebenso viele Paare filmen sich bereits beim Sex und stellen diese Filme anschließend online. Auf angenehme Weise kann man hier einen guten Nebenverdienst erzielen – andere haben es vorgemacht, und da kann jeder einsteigen.

Doch schon die ersten Schritte auf dem Weg zum eigenen Sexvideo fallen den meisten Interessierten schwer. Auch wir hatten so unsere Probleme, als wir unserem ersten eigenen Privatporno gedreht und später ins Internet hochgeladen haben. Aber wir haben nicht aufgegeben – und der Erfolg hat uns belohnt. Die Erfahrungen, die wir dabei gemacht haben, möchten wir euch in unserem „Ratgeber zum selbst gedrehten Amateurporno“ mit auf den Weg geben.

Voraussetzungen und Motivation

Um Sexbilder oder Sexvideos auf Amateurportalen anbieten zu können, muss man zunächst einmal gemäß unserer Landesgesetze volljährig, also mindestens 18 Jahre alt sein. Dass man Spaß am Sex haben sollte – und auch daran, diesen Spaß offen anderen zu zeigen -, das versteht sich fast von selbst. Das Maß an Exhibitionismus muss dabei allerdings nicht so weit gehen, dass man auch sein Gesicht zeigt: Man kann seine Amateurpornos so drehen, dass das Gesicht unerkannt bleibt, oder man setzt zum Beispiel Perücken, Brillen oder venezianische Masken ein, um stilvoll unerkannt zu bleiben.

Auch in den Erotikportalen bleibt die Anonymität gewahrt – den richtigen Namen und die eigene Anschrift wird dort niemand zu sehen bekommen. Verboten ist es natürlich, illegale Inhalte oder Handlungen zu zeigen. Darüber hinaus gilt aber wie im Swingerclub: Alles kann, nichts muss! Wer außergewöhnliche erotische Fantasien oder sexuelle Fetische als Vorliebe hat und diese filmisch umzusetzen weiß, darf nicht nur mit reißendem Absatz seiner Videos bei Gegenübern mit gleichen Neigungen rechnen, sondern, wenn gewollt, auch mit spannenden Kontakten zu Gleichgesinnten.

Hardware und Software

Bei der Wahl des Camcorders haben wir uns nach einem Gerät mit gutem Lowlight-Verhalten umgeschaut, das Full HD mit 1080p50 unterstützt, um möglichst gutes Ausgangsfilmmaterial zu erhalten. Ein gutes Lowlight-Verhalten heißt, dass der Camcorder in der Lage ist, auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen eine gute Farbwiedergabe ohne größeres Bildrauschen zu ermöglichen. Darüber hinaus benötigt man für diesen Camcorder eine Speicherkarte, die eine Datenrate unterstützt, die es dem Gerät ermöglicht, die enorme Datenmenge auch schnell genug auf die Speicherkarte zu übertragen. Und dann haben wir uns gleich noch nach einem Videostativ umgesehen, das mit einem mit Fluid gedämpften Videokopf ausgestattet ist, um sichere und verwacklungsfreie Kameraschwenks zu ermöglichen.

Unser Budget von maximal 500,- Euro haben wir mit dem Camcorder Sony HDR-CX130E (ca. 320,- Euro), einer SanDisk Extreme SDHC-Speicherkarte (ca. 50,- Euro) und dem Stativ Velbon DV-7000 (ca. 110,- Euro) voll ausgereizt. Dabei mussten wir den Kompromiss eingehen, dass der Camcorder über keine Möglichkeit verfügt, ein externes Mikrofon anzuschließen. Wären wir bereit gewesen, die 500,- Euro zu überschreiten, hätten wir uns für den Camcorder Panasonic HDC-SD99 entschieden, der ca. 150,- Euro mehr kostet als der Sony-Camcorder. Es ging uns aber eher darum, eine passable Basisausstattung zu haben und endlich mit dem Drehen anzufangen, als darum, noch länger für ein noch besseres Equipment zu sparen. Falls die genannten Camcorder nicht mehr verfügbar sind, findet man zum Beispiel in den Kaufberatungs-Threads des slashCAM-Magazins viele Alternativmodelle.

Neben dem Camcorder steht uns zum Videodreh auch noch unsere Spiegelreflexkamera Canon EOS 600D zur Verfügung. In Kombination mit einem Objektiv mit Festbrennweite lässt sich durch die geringe Tiefenschärfe und die hohe Lichtstärke gerade der für Amateurpornos schöne Effekt erzielen, die Darsteller unglaublich scharf und den Hintergrund verschwommen dazustellen.

Und wer für den Anfang nicht so tief in die Tasche greifen will: Aktuelle Smartphones wie ein iPhone oder ein Samsung Galaxy können auch schon recht schöne bewegte Bilder aufnehmen.

Als Videoschnittprogramm – und auf ein solches Programm können Amateurfilmer nicht verzichten – haben wir uns zunächst einmal für Apple iMovie entschieden, das bei unserem iMac kostenlos mitgeliefert wurde. Alternativ dazu bieten sich die Programme Adobe Premiere Elements, CyberLink PowerDirector, MAGIX Video Deluxe, Pinnacle Studio HD oder Sony Vegas Movie Studio HD an, die es auch für Microsoft Windows gibt. Die Preise für diese Programme liegen bei rund 100,- Euro; einige gibt es auch kostenlos. Alle diese Programme haben ihre Vor- und Nachteile; am besten informiert man sich im Internet und probiert, wenn möglich, einmal Demoversionen aus, um die Software zu finden, mit der man am besten klarkommt. Als Nachfolger von Apple iMovie haben wir uns für CyberLink PowerDirector entschieden.

Die Umgebung

Zu guter Letzt benötigt man je nach Drehvorhaben gegebenenfalls eine nach den eigenen Vorlieben ausgestattete und aufgehübschte Spielwiese. Dazu vielleicht ein wenig Stoff zum Abhängen der Umgebung des Drehortes, die schon genannten Perücken, Brillen, venezianischen Masken, sexy Dessous, Sexspielzeug und was man sonst noch so in seinem individuellen Videodreh verwenden möchte. Dabei sollte man es besonders am Anfang nicht gleich übertreiben und Unsummen für Reizwäsche oder Toys ausgeben. Man muss ja zuerst einmal sehen, ob einem die Amateurfilmerei überhaupt liegt. Die nötigen Requisiten kann man sich auch nach und nach anschaffen.

Drehbuch

Ein Amateurpornofilm benötigt in unseren Augen kein Drehbuch. Denn es ist ja eben der ungekünstelte Privatsex, der einen Amateurporno ausmacht. Und auch der klassische Pornoablauf der professionellen Pornos mit Blasen, Missionarsstellung, Reitstellung und Doggystyle mit Abspritzen des Mannes in den Mund der Frau braucht unserer Meinung nach nicht auch noch von Amateuren nachgedreht zu werden. Ebenso wenig wie es unbedingt Close-ups der primären Geschlechtsorgane von Mann und Frau in Aktion miteinander braucht.

Es ist ja gerade sinnlicher und zärtlicher Sex, das Streicheln und Küssen, das einen Amateurporno von kommerziellen Pornos abhebt. Aber obwohl es kein richtiges Drehbuch braucht, kann es doch auch ziemlich aufregend sein, sich vorher ein bestimmtes Thema auszudenken und dem locker zu folgen. Nicht so, dass es verkrampft und gekünstelt wird, sondern immer so, dass die Kamera den eigenen Spaß an der Sache einfangen kann.

Ein solches Thema könnte zum Beispiel sein, dass man ein Pornokino besucht und es filmt, wie man sich dort befummelt – mit den verschämten Zweifeln davor, es zu tun, und dem verschmitzten Lächeln danach, wenn man sich wieder herausgeschlichen hat. Es kann der schnelle Blowjob auf der Toilette in einer belebten Kneipe oder im Fahrstuhl sein, oder aber ein Ritual, das man als Paar selbst regelmäßig praktiziert, wie die gegenseitige Intimrasur mit darauf folgendem Fisting und einem abschließenden Blowjob. Der Fantasie sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt, und gerade die Natürlichkeit dieser Szenen, die man so auch ohne laufende Kamera miteinander erlebt hätte, macht einen privaten Porno aus.

Einsam, Zweisam, Dreisam …

Die Anzahl der beteiligten Akteure ist der eigenen Fantasie und den eigenen Neigungen überlassen. Durch das Videostativ ist es möglich, zum Beispiel ein Masturbationsvideo oder den Test eines Sexspielzeuges unter realen Einsatzbedingungen durchaus auch ganz alleine zu drehen. Auch das ist ein interessanter Amateurporno, eine solche Soloszene.

Zu zweit kann man vor der auf dem Stativ montierten Kamera miteinander Sex haben oder sich aber auch in Kameramann beziehungsweise Kamerafrau und Darstellerin respektive Darsteller aufteilen und dem Film so mehrere Einstellungen geben. Externe Impulse können zudem von einer weiteren Person kommen, die die Kamera führt oder von weiteren Akteuren, die als Drehpartner mit ins (Liebes-)Spiel kommen.

In einem Sexforum haben wir den Beitrag einer Frau gelesen, die sich darüber beschwert hat, dass es so wenige Pornos gibt, in denen auch bisexuelle „Männer die Männer ficken und nicht nur auf den Frauen rumklettern“. Es scheint also ein großer Bedarf an Amateurpornos mit mehr als zwei Darstellern abseits des Mainstreams zu bestehen. Bei aller Leidenschaft und Geilheit darf man aber nie vergessen, Safer Sex zu praktizieren. Es sollten also immer genügend Kondome in der richtigen Größe griffbereit liegen.

Bevor es losgeht

Auch, wenn es „nur“ ein Amateurporno in privater Umgebung ist: Was uns immer wieder negativ auffällt, ist oft die Unordnung im Hintergrund, also der volle Wäschekorb oder ähnliche abtörnende Dinge des Alltags. Man sollte vermeiden, dass solche Gegenstände die erotische Stimmung trüben. Habt ein Auge für das Detail, schaut vorher mal bei Probeaufnahmen, ob optisch etwas stört, und räumt es notfalls weg oder verdeckt es mit einem Tuch.

Achtet, was die Äußerlichkeiten betrifft, auch auf den eigenen Körper. Wenn ihr rasiert seid, rasiert euch noch einmal gründlich, damit man keine Stoppeln sieht. Um Druckstellen von Kleidung, zum Beispiel vom BH, zu vermeiden, sollte man mindestens eine Stunde vor dem Dreh entsprechende Kleidungsstücke lockern oder gleich ganz ablegen.

Fortsetzung folgt …

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